Total angepasst

Als hätte ich es weit in den Bundestag hineingeschrien, so tönte es mir heute morgen aus dem Radio entgegen: Die Grünen fordern einen Vegi-day beim Kantinenessen.

Die Partei begründet es natürlich mit klimatechnischen Auswirkungen der Fleischproduktion und der Bedachtheit auf die Gesundheit der Kantinenesser. Dahinter aber ist die nackte Angst vor der Diskriminationspolizei zu riechen. Oder glauben auch Sie, dass ein Vegi weniger Methan in die Athmosphäre abgibt, als jeder andere Pflanzenfresser, welcher wiederum nahezu ganzheitlich als Nahrungsmittel weiterverwertet werden kann?
Haben Sie schon mal versucht, einen Vegi zu grillen? Es ist unmöglich, einen solchen auf den Rost zu befördern, ist er doch angefüllt mit enorm viel Luft, welche sich lautstark in die Athmosphäre verabschiedet und vor genau dieser aufgeblasenen Lautstärke ist die grüne Partei jetzt einfach eingeknickt.

Meine lieben Leser, ich bin betroffen.
Ihre Frau Körb

4 Kommentare zu “Total angepasst

    • Verehrtes Fräulein Pink,
      stellen Sie sich nur vor, sie würden uns vorschreiben, wie wir was wann essen dürfen. Nicht auszudenken, wenn ein „wo“ und ein „warum“ auch noch lautstark hinzukommen wollen würden.
      Die einzige Möglichkeit zum Widerstand ist die innere Imigration durch mantraartiges Aufsagen von Sinnspruchkarten oder die simple Antwort: „Weil.“. Die treffende Verbindung mit dem Wörtchen „halt“ zu der pregnanten Aussage: „Weil halt.“ verpasst den Vorschreibern letztendlich den Gnadenstoß und wir können in aller Ruhe weiter experimentieren, wie Vegis denn nun für die Gemeinschaft am gefahrlosesten mundtot zu machen sind.
      Mit herzlichen Grüßen
      Ihre Frau Körb

      • Sehr geehrte Frau Körb,
        als so gut wie zu den Vegetariern gehörende Person schätze ich, dass sich in den letztenJahren und Jahrzehnten die Auswahl fleischloser Speisen in z.B. Kantinen vergrößert hat. So kann jeder frei entscheiden: Risibisi oder Roullade. Aber jemandem politisch oder per Gesetz vorzuschreiben, wann er was zu essen hat, das finde ich als politisch gebildeter und mit Menschenverstand ausgestatteter Bundesbürger doch anmaßend.
        Hochachtungsvoll
        Pink

      • Sehr geehrtes Fräulein Pink,
        Sie haben vollkommen recht, Ihren Unmut über die politische Meinungsbestimmung kund zu tun. Als freier Bürger hat jeder das Recht, immer frei zu wählen. In einer Ansammlung freier Bürger gibt es aber auch immer einige, die freier sind, als die anderen und sich die Freiheit nehmen, frei von der Leber weg zu bestimmen, was denn für die weniger freien jetzt an Freiraum zur Verfügung zu stellen ist.
        Ihre Freiheit besteht jetzt darin zu entscheiden, ob Sie diese überfreiheitlichen Tendenzen dulden wollen, oder aktiv Ihre eigene Freiheit ausleben und einfach essen, was Ihnen schmeckt.
        Mit herzlichen Grüßen
        Frau Körb

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