++++aktuell++++

Wie perfekt sich die Stadtfauna an ihre Umgebung anpasst, zeigte sich gerade auf einem Nachbarbalkon:

Dort hängt ein Vogelfutterautomat, welcher durch Kleinflieger stark frequentiert wird. Plötzlich erscheint ein Jumbo und setzt sich auf den zarten Zweig meines Flieders. Dieser wiederum biegt sich unter dem Gewicht des Turmfalkens verdächtig gen Boden. Auf sein Erscheinen hin angesprochen, antwortet der Vogel: „Tschilp, ich bin ein Spatz. Ich möchte auch fressen tschilp.“ Die anderen Futtergäste lachen sich schlapp, woraufhin der Falke beleidigt schreit: „Verdammte Rassisten!“ Nachbars Katze, die das Ganze schläfrig beobachtet hat, brummt: „Reg dich ab man. Brauchst doch nur in die Schuhe von einem Menschen zu brunsen (regionaler Ausdruck für: in einem kräftigen Strahl urinieren) und ordentlich laut zu jammern, schon gibt’s Fleisch und Streicheleinheiten im Übermaß.“

Der Falke flog zurück auf seinen Turm. Von dort her tönen seit dem gar seltsame Schreie, in etwa denen einer getretenen Katze gleichend. Das alterspsychotische Nachbarstier grinst gerissen vor sich hin und ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine felidae Diät.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Frau Körb

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