Nein heißt ja

Meine lieben Leser, wir leben wahrhaft in harten Zeiten! Nein, ich werde mich jetzt nicht über den weltpolitischen Kindergarten äußern, in dem die Tante endlich einmal alle Kleinen aufs Töpfchen setzen müsste. Die armen leiden unter der Informationsdiskrepanz, die ein isoliert trockener Popo in übervollen Windeln ergib. Alle olfaktorischen, haptischen und taktilen Informationen von Scheiße werden von dem wohligen Gefühl der Selbstzufriedenheit über ein wohlversorgtes Hinterteil überlagert und schließlich ausgeblendet, was zu einer gnadenlosen Selbstüberschätzung führt, die wiederum bei einem Windelträger durchaus gefährlich werden kann. Eigenschaften wie Nationalstolz, Egozentrismus und Kommunikationsunfähigkeit treten ungebremst auf die Straßen und liegen dort als Stolpersteine im Weg der Gemeinschaft.

Nein, ich werde mich jetzt nicht einer Diskussion widmen, ob der militärische Töpchenzwang in sozialistischen Kindergrippen gut oder schlecht für die psychische Entwicklung der Kinder ist. Der werte Herr Ossi wird mir sicherlich bestätigen, dass ihm ein gemeinschaftlicher Töpchengang nicht geschadet hat. Die im Osten, die hatten ja nichts, da hat man wenigstens das Nichts gemeinschaftlich entsorgt. Dieser Fakt wird zwar hart kritisiert, denn die im Osten, die wollten ja schon immer Kontrolle und wenn es nur die über die körperlichen Ausscheidungen anderer ist. Still und unbemerkt wird diese Technik aber wie selbstverständlich tagtäglich auch im kapitalistischen Rest der Welt praktiziert. Bestimmt kennen Sie die Schlangen vor Damentoiletten. Bei genauerem Hinsehen ist zu beobachten, dass Gruppenpieseln das Gemeinschaftsgefühl stärkt! Man steht füreinander ein, besonders wenn es  das fehlende Klopapier betrifft, was dann über die Wand oder und unter der Tür geteilt und weitergegeben wird. Die Mitglieder der Pullergemeinschaft fühlen sich sicher aufgehoben, werden sie doch nicht ohne Papier auf der Schüssel zurückgelassen.

Die ganz im Osten, die hatten ja noch nicht einmal Klopapier, was sie teilen konnten. Dies wiederum erklärt Verhaltensmuster, die sie gehäuft in eben jenen Gebieten auftreten. Der potentielle Despot ist gezwungen, in der eisigen Kälte des fernen Sibiriens zu pinkeln. Da auch Reißverschlüsse im Osten Mangelware sind und der potentielle Despot seine Kutte aus Sackleinen heben muss um sich zu erleichtern, ist er einem permanent unterkühlten Hinterteil ausgesetzt. Dies führt bei den Männchen zum Schrumpfen der Genitalien und was passiert, wenn ein Mann keine Eier mehr in der Hose hat, brauche ich glaube ich nicht zu beschreiben. Die Weibchen wiederum hocken in der bekannten Urinalhaltung im tiefen Schnee und nicht selten frieren sie fest und werden Jahre später als vermeintliches Mammut wieder ausgegraben. Dies erklärt übrigens, warum es wenig weibliche Despoten gibt.

Nein, meine lieben Leser, ich werde jetzt nicht weiter auf Töpfcheninhalte der Weltpolitik eingehen. Heute soll es – nein, meine lieben Leser, ich muss mich für heute verabschieden. Eben schellte es an der Tür und mein Nachbar lud mich zu einer Partie Schach auf dem Klo ein und da sage ich nicht nein!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Frau Körb