Danksagung

Die heutige Ausgabe von Frau Körb am Montag widme ich meinem Nachbarn von schräg rechts im Hof.

Dieser Mensch ist eine treue Seele. Präsent mit stetiger Allgegenwärtigkeit, gibt er uns allen von einer Glückseligkeit, ohne es zu bemerken. Er zeigt die Schönheit und Härte des Lebens und nimmt kein Blatt vor den Mund. Hilfsbereit und geduldig erklärt er der gesamten Nachbarschaft, wie solch kryptische Dinge wie zum Beispiel Versicherungsverträge oder Rollermotoren funktionieren. Immer hält er alle auf dem neuesten Stand der Aktualität und mit seinen Gefühlen nicht hinter dem Berg. Auch kann man ihn etwas fragen, ohne dafür erst durch Türen gehen zu müssen, ist er doch kein Freund von deutscher Pschtigkeit. Frank und frei hilft er bei der Essenswahl und auch bei der Kinderpflege. Einige Machtworte ersetzen da einen ganzen Tag in der Hundeschule.

Mein lieber A., wir wohnen jetzt schon so lang nebeneinander, dass es mir ein absolutes Bedürfnis ist, Ihnen dies mitzuteilen: Ich hasse Privatfernsehen und auch wenn es absolut umsonst und ungefragt dauerhaft von Ihrem Balkon ausgestrahlt wird, es geht mir sowas von auf die *** und noch dazu auf den *** und wenn Sie jetzt sagen, ich hätte doch gar keinen, dann muss ich Ihnen entgegnen, doch und zwar klatscht der ganz im Gegenteil zu dem Ihrigen nicht bei jedem Schritt an meine Knie! Geben Sie Ihre missratene Brut ins Erziehungslager, Kinder und Hunde dürfen da mit Sicherheit gemeinsam einen Sommer verbringen, reichen Sie die Scheidung ein und fahren Sie auf Ihrer nostalgischen Vespa in den Sonnenuntergang davon, noch ist es nicht zu spät für einen Neuanfang!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Frau Körb

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